Das Schafpaten-Projekt ist im Jahr 2008 entstanden und lässt sich in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen die Schafpatenschaft, zum anderen das Wollprojekt. Beide Bereiche sind eng miteinander verknüpft.

Die Schafpatenschaft

Jede Person hat die Möglichkeit, eine Patenschaft für ein Schaf zu übernehmen und kann „seinem“ Schaf einen Namen geben. Die Patenschaft kostet jährlich einen Betrag von 60€ und der Pate bekommt jährlich ein Mehrwertgeschenk im Wert von 20€ zurück. 25€ fließen in eine extra Kasse, mit diesem Geld wird schnelle unbürokratische Hilfe unseren angehörigen Schäfereien gewährleistet (Verteilung/Deklaration). Die Wanderschäferei und die Erhaltung der einzigartigen Landschaft der Wacholderheiden werden gefördert. Weiterhin ist es uns wichtig, die Wollqualität der deutschen Merinolandschafe zu verbessern, z.B. durch den Kauf geeigneter Zuchtböcke.

Das Wollprojekt

Durch die bereits erzielte Verbesserung der Wollqualität, bekommen die Schäfer wieder mehr Geld für die geschorene Wolle. Wir als Garnhersteller kaufen einen Teil der Wolle auf und verarbeiten diese zu einer schönen bedruckte Opal Pullover- und Sockenwolle, die weltweit vertrieben wird.
Es werden deutsche Arbeitsplätze gefördert und erhalten, die Schäfereien werden unterstützt und zusätzlich wird aktiver Umwelt- und Naturschutz betrieben.
Das Schafpatensiegel dokumentiert den Weg der Wolle vom Schäfer bis zum Konsumenten.

Das Schafpatentreffen 2026

Liebe Schafpatinnen, liebe Schafpaten, liebe Freundinnen und Freunde der Wanderschäferei,

wir blicken zurück auf ein ereignisreiches Schafpatentreffen. Das Wetter hat uns nicht im Stich gelassen und wir hatten einen Tag bei schönstem Sonnenschein und trotzdem nicht zu heiß für eine Wanderung über die Steinheimer Heide. Bereits um 10.30 Uhr war der Schafhof sehr gut besucht, ca. 160 Schafpaten aus ganz Deutschland sind zum Treffen angereist. 

Wer wollte, konnte sich vor der Wanderung mit einem Kaffee und einer Brezel stärken. Nach der Begrüßung von Andrea Smietana und Henrike Zwerger, hat Stadtförster, Christian Eder, einen kurzen Vortrag über die Besonderheiten der Landschaft erzählt. Die Magerwiesen der Steinheimer Heide entstanden durch die Wanderschäfereien und auch durch den Einsatz von Ziegen, die nicht nur das Gras abweiden, sondern auch die Sträucher beknabbern. Durch das nächtliche Koppeln wird erreicht, dass die Schafe die magere Landschaft nicht einkoten und der Dünger nur auf den gewünschten Flächen ausgebracht wird. Dieser Pferch wird täglich gewechselt, denn die Schafe sollen einen sauberen Schlafplatz haben.

Die Wanderung ging vom Schafhof in das Schnaitheimer Tal bis zum Wanderparkplatz Schäfhalde und von dort weiter Richtung Flugplatz Schäfhalde zur Patenherde. Dort konnte jeder so lange verweilen, wie er mochte und dann individuell zum Schafhof zurückwandern.
Herr Eder erzählte von der Problematik der Wasserknappheit und der langanhaltenden Hitze. Die Schäden, die der Wald dadurch genommen hat, werden erst in ein paar Jahren ersichtlich sein. Die Bäume haben Sonnenbrand, das daraus hergestellte Holz kann nur noch als Brennholz verwendet werden und wird nicht zum Bau zugelassen. Der wenige Regen, der in den letzten Monaten herunterkam, kann auch vom Boden nicht gehalten werden, da sich die Heide auf Kalkstein befindet.

Herr Eder lobte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Familie Smietana, den Förstern und weiteren landwirtschaftlichen Betrieben.

Die Patenherde wurde von Schäfer Franz und seinen beiden Hütehunden begleitet, damit Charly mit den Paten Zeit verbringen konnte. Das Zusammentreffen der Schafpaten und ihren Patenschafen ist natürlich das Highlight des Tages.
Einige Paten hatten das große Glück und konnten live bei Lämmergeburten dabei sein. Die Lämmer, die auf der Weide zur Welt kamen, wurden von Charly in die bereits aufgebauten Lammbuchten im Stall gebracht. Auch im Stall kamen Lämmer zur Welt.

Nach der Wanderung wurden wir lecker von Familie Smietana und deren Helfern bewirtet. Es gab Wurst und Käse vom Grill sowie Kaffee und Kuchen.

Die Vorführung der Schafschur war auch ein großer Erfolg, wer wollte, konnte sich etwas frische Schurwolle mitnehmen.
Während des gesamten Tages konnte das Schafpatenquiz ausgefüllt werden, die Verlosung der Preise war der Abschluss des Treffens.
Es gab einen gemütlichen Ausklang in den Abend mit interessanten Gesprächen und glücklichen Paten.

Wir bedanken uns für diesen schönen Tag mit Ihnen und freuen uns auf das nächste Patentreffen im Jahr 2027.
 

 

Schafhof Smietana

Unsere Schafpatenherde wird vom Schafhof Smietana betreut, wo auch das jährliche Schafpatentreffen mit Mondscheinmarkt veranstaltet wird. Dort können alle Paten und Interessierte die Schafe und die Arbeit eines Schäfereibetriebes kennen lernen.

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